Der niederländische Schriftsteller Nescio (eigentlich Jan Hendrik Frederik Grönloh, 1882- 1961) führte in den letzten Jahren seines Lebens ein Naturtagebuch mit kurzen Beschreibungen seiner Spaziergänge in der nordholländischen Landschaft in der Umgebung von Amsterdam. In diesem Tagebuch registrierte er gewissenhaft alles Veränderliche: Das Fortschreiten der Jahreszeiten, die Wolken, das Wasser, das Licht - alles festgehalten in intimen, malerischen, zeitlosen Bildern.

Dieses Tagebuch nahm Rob List als Ausgangspunkt für ‚Ne scio', ein Bewegungsstück wie die Momentaufnahmen in dem Naturtagebuch: Kurz, sensuell, spezifisch und nicht etwa verallgemeinernd, gelegentlich mit einer zeitlosen Tiefe, von Moment zu Moment. Subtil, magisch und unerwartet.

In einem Tagesausflug läuft die Geschichte rückwärts. Die Zukunft? Nescio (Lateinisch für ‚Ich weiß nicht'). Oder wie Sokrates sagte: ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß'.

Konzept, Choreografie & Mime: Rob List
Tanz: Constance Neuenschwader, Mime: Tjebbe Roelofs
Sound: Jaap Lindijer
Première: Dezember 2005 2005 [Nescio part 1] und November 2007 [Nescio Series]

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