Die Folly Series ist eine Reihe von Bewegungsstücken, entwickelt von Rob List im Zeitraum von 2000 bis 2003. Das erste Stück war ein Solo von List, das später um ein Duett von Constance Neuenschwander und Dominique Pollet ergänzt wurde, zwei jungen Mitgliedern von Company OZU. Später wurde das Duett erweitert zu einem Quartett, genannt ‚Feuillée’ mit David Weber-Krebs, Veronika Petrova und später Manon Ossevoort.
Die Folly Series sind schlichte, minimalistische Bewegungsstücke mit einfacher Beleuchtung, Originalsoundtrack und Videoprojektionen. Klar, kräftig und noch unergründlich, konfrontieren sie das Publikum mit einer ziemlichen Herausforderung in der Wahrnehmung und ermöglichen Reflexionen über die Vergänglichkeit des Lebens. „Folly“ ist der englische Begriff für eine „törichte Handlung bzw. Unternehmung oder einen unsinnigen Glauben“. Außerdem referiert dieser an eine Form in der Landschaftsarchitektur. Follies waren Bauwerke und Gartengestaltungen, angelegt vom englischen und französischen Landadel im 18. Jahrhundert als Verschönerung und Demarkation ihrer Gärten – Türme, Obelisken, Grotten, rustikale Monumente oder andere Gebäude – die nicht nur die Ideen ihrer Erschaffer widerspiegelten sondern auch ihre Faszination für die Natur als etwas Malerisches, Furchteinflößendes oder Sublimes. Diese Bewegungsvorstellung ergründet die doppelte Bedeutung von „Folly“: ein absurder und vergeblicher Akt, so wie auch eine Struktur errichtet in einer Welt wüster Wildnis.
Die Folly Series gingen in Premiere in Amsterdam im Jahr 2003 und waren auf Tournee in Ost- und Westeuropa.

Konzept, Choreografie: Rob List
Ausführung: Rob List, Constance Neuenschwander, Dominique Pollet, David Weber-Krebs, Veronika Petrova, Manon Ossevoort
Soundtrack: Jaap Lindijer
Video: Boris Gerrets

videotrailer Feuillée

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